Streuselkuchen mit Rhabarber und Pudding

Oh, Leute, ihr reeeegt mich auf! 😉 Bärlauch, Spargel, Erdbeeren und Rhabarber – überall wo man hinschaut…

Ob im Supermarkt, bei Facebook oder Instagram….

JETZT hat es mich auch gepackt, ich musste mir Rhabarber kaufen!

Ihr seid Schuld! 🙂

Die Erntezeit dauert zwar noch etwas länger, nämlich bis zum Johannistag am 24. Juni, aber ich hatte jetzt so Lust darauf! Nach dem Johannistag beginnt vermehrt die Bildung von Oxalsäure, welche bei übermäßigem Verzehr zu Nierenschäden führen kann. Daher die restlichen Blätter besser als Mulch im Gemüsebeet verwenden.

Sollten sich frühzeitig Blüten bilden, empfiehlt es sich, diese zu entfernen, da sonst zu viel Kraft der Pflanze hierhin transportiert wird. Die Blüten werden einfach heraus gedreht und können als besonders abstrakte Blume als Highlight in einem Sommerstrauß verwendet werden.

Wie ihr anhand meiner Ausführungen schon vermutet, hatten wir früher selbst Rhabarber angepflanzt.

Als Kinder haben wir ein Schüsselchen mit Zucker stibitzt, sind in den Garten geschlichen, haben einige der köstlich süßen Stangen abgebrochen. Diese wurde dann immer in den Zucker gestippt und Stück für Stück geknabbert. Dabei soll man die Stangen eigentlich abdrehen, nicht brechen.

Heute ist das nicht mehr so mein Fall 😉 Rhabarber wird im Regelfall wie Obst verwendet, zum Beispiel als Kompott – so mag ich ihn gerne – oder als fruchtige Zugabe im Kuchen. Dabei ist diese unkomplizierte und pflegeleichte Pflanze eigentlich ein Stangengemüse.

Aber in der Türkei mag sie scheinbar nicht wachsen – zumindest die eine, die ich mitgenommen habe, nicht 🙂

Immer wieder ist die Frage: Rhabarber schälen oder nicht. Bei dünnen, zarten Stangen kann man tatsächlich gelegentlich darauf verzichten. Ansonsten wird ein Küchenmesser am unteren Ende der Stange angesetzt, um die harten Fasern nach oben hin abzuziehen. Den Rhabarber auf diese Weise schälen, bis sich keine Fäden mehr lösen. Bei besonders faserigen Stangen kannst du auch einen Sparschäler verwenden.

So, aber nun zum Kuchen:

Belag

  • 500 – 600 g Rhabarber, geschält
  • 150 g Zucker
  • 1/2 l Rhabarbersaft und/oder Milch
  • 2 Eigelb
  • 50 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Speisestärke
  • 1 TL selbst gemachter Vanille-Zucker
  • 100 g Schmand

Teig

  • 100 g Milch
  • 30 g Zucker
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 250 g Dinkelmehl, 630
  • 1 Prise Salz
  • 40 g Butter
  • 1 Ei, Gr. M

Streusel

  • 200 g Dinkelmehl, 630er
  • 120 g Butter, kalt, in Stücken
  • 120 g feiner Zucker

 

ZUBEREITUNG

Füllung – erster Teil

  • Rhabarber waschen, schälen und in etwa 1 – 2 cm große Stücke schneiden
  • mit dem Zucker in eine Schüssel geben und ziehen lassen

Teig

  • Milch, Zucker und Hefe in den Mixtopf geben, 3 Minuten/37 Grad/ Stufe 2 
  • restliche Zutaten für den Teig zugeben und 3 Min / Teigstufe kneten
  • in eine Schüssel umfüllen und abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen

In der Zwischenzeit die Streusel zubreiten

Streusel

  • Mehl, kalte Butter und Zucker in den Mixtopf füllen und 15 Sekunden / Stufe 6 zu Streusel verarbeiten
  • Streusel in eine Schüssel umfüllen und kalt stellen.

Füllung – zweiter Teil

  • Rhabarbersaft vom gezuckerten Rhabarber in den Mixtopf einwiegen und mit Milch auf 450ml Flüssigkeit aufgießen.
  • Alle restlichen Zutaten für die Füllung – bis auf Rhabarber und Schmand – in den Mixtopf geben, 10 Min./100°/ Linkslauf /Stufe 3 aufkochen,
  • anschließend den Schmand zufügen und 15 Sekunden / Stufe 3 mischen und in eine Schüssel umfüllen
  • oder den Schmand und den Rhabarber zufügen, 30 Sekunden / Stufe 1 Linkslauf vermischen

 

  • Den Hefeteig auf einem gefetteten oder mit Backpapier ausgelegten Blech ausrollen
  • zuerst den Pudding auf den Teig streichen, dann den Rhabarber ( bzw die komplette Rhabarbermasse )  gleichmäßig darauf verteilen
  • Die Streusel nochmal kurz kneten und dann ebenfalls schön verteilt auf den Teig streuen

 

Den Kuchen bei 200 °C / Ober-/ Unterhitze im vorgeheizten Backofen ca. 35 Minuten backen

Sollte der Kuchen/ die Streusel noch blass sein, gerne nochmal für einige Minuten unter Aufsicht zu Ende garen, ggf. mit der Grillfunktion.

Am Besten schmeckt der Kuchen abgekühlt aber frisch. Wer möchte, reicht dazu Schlagsahne oder bestreut den Kuchen mit Puderzucker.

 

Tipp:

Du kannst auch eine große Springform nehmen, ich habe ein rechteckiges Blech genommen

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